Konzert im Endenicher Schumannhaus mit der Pianistin Elfrun Gabriel
Bonn. … Die Pianistin Elfrun Gabriel hatte ihrem Abend das Thema gegeben "Denkwürdige Begegnung der Herren Mendelssohn, Schumann und Chopin in Leipzig".
Nach den Aufzeichnungen Mendelssohns sowie der Schumann-Freundin Henriette Vogt war Frédéric Chopin 1835 und 1836 kurz in Leipzig, wo er Felix Mendelssohn, Clara Wieck und Robert Schumann begegnete und mit seiner Art zu spielen beeindruckte.
Elfrun Gabriel begann ihr Recital aus Werken möglicher wechselseitiger Einflüsse mit Schumanns g-Moll-Sonate op. 22., der sie im ersten Satz mit Kraft und Feuer begegnete. Das innige Andantino offenbarte dann auch die lyrischen Qualitäten der sympathischen Künstlerin.
Solche kamen auch bei den ausgewählten Piecen aus Schumanns "Kinderszenen" zum Tragen, insbesondere in "Kind im Einschlummern". Nicht zuletzt überzeugte Elfrun Gabriel aber auch bei der Darstellung der so bedeutenden wie schönen und ausdrucksvollen "Variations sérieuses" op. 54 von Mendelssohn.
Von Chopin schließlich waren zwei sehr reizvolle, prägnant nachgestaltete Mazurken (h-Moll und D-Dur op- 33), das … Es-Dur-Nocturne op. 9 und die Schumann gewidmete F-Dur-Ballade op. 38, das Prélude cis-Moll op. 45 (und die) effektvolle As-Dur-Polonaise op. 53 zu (hören). …
Viel herzlicher Beifall ….… und als charmante Zugabe noch eine Scarlatti-Sonate.
Barbara Kaempfert-Weitbrecht
(General-Anzeiger Bonn, 1. März 2007)
Spanien und Rätselspiel
Elfrun Gabriel, Piano: Manuel de Falla. Dmitri Schostakowitsch. Edward Elgar.
CD, erschienen bei querstand, 2006 (vkjk 0625)
Die Zusammenstellung ist reizvoll, mutig und spannend: Die Leipziger Pianistin Elfrun Gabriel kombiniert auf ihrer jüngsten CD Manuel de Fallas „Fantasia baetica“ von 1919 mit den 1951 entstandenen „Puppentänzen“ von Dmitri Schostakowitsch sowie mit den Enigma-Variationen aus dem Jahr 1899 von Edward Elgar. Manuel de Fallas letztes Klavierwerk ist nicht gerade ein Favorit der Pianisten. Zu schwierig? Zu wenig Folklore, obwohl in dieser Liebeserklärung an Andalusien der Flamenco _ unterschwellig _ stets präsent ist? Zu wenig Feuer vielleicht? Zu bedächtig? Zu spröde gar? Für Elfrun Gabriel ist diese Fantasie aus der Zeit des „Dreispitz“ und des „Amor brujo“ mitreißende und über sich selbst nachsinnende Musik, die sie mit Leidenschaft und Klarheit spielt. Grell und hart. Mit rauschenden Glissandi. Reich an Zärtlichkeit und Gesang. An Glanz und leiser Trauer. Reich auch an Farbe und rhythmischer Kraft und an Sinnlichkeit des Tons, als wäre der Flügel mitunter eine große Gitarre.
Der sonst so ernste Schostakowitsch gibt sich in seinen „Puppentänzen“ freundlich und heiter. Sieben Miniaturen wie Szenen aus einem Kinderballett. Schlicht und natürlich und gerade deshalb so anmutig. Elfrun Gabriel spielt sie mit bezaubernd leichten Fingern _ aber nie so obenhin, sondern mit feiner Musikalität.
Elgars Enigma-Variationen in der Klavierfassung _ da hört man, mit dem Orchesterklang im Kopf, sehr genau hin. Aber es gibt keine Defizite an Farbe oder Charakterisierung. Elfrun Gabriel musiziert kraftvoll. Konturenstark. Intensiv im Ausdruck. Fantasievoll in der Klanggebung. In jeder Variation das Thema neu aushorchend und ausformend. Mit prächtigem martellato und der ganzen Poesie eines sanglichen dolce. Sie liebt Kontraste und wahrt den Zusammenhang. Spielt konstant deutlich. Kann steigern ohne Überschwang. Man hört dann bei ihr weder Pathos noch Wucht, sondern mehr Musik. (hdw)
(GEA, 22. Februar 2007)
Das Ohr entzückend, das Herz zerreißend:
Ein Winter auf Mallorca
Wenn der Ruf der hervorragenden Pianistin zu einem Chopin-Abend das Publikum bereits magisch anzog, so kam ein pikanter Hintergrund dazu. Chopin war zu dieser Zeit mit einer skandalumwitterten Frau liiert, der Schriftstellerin George Sand. …
Voller Schicksalswucht begann die Pianistin mit der Polonaise A-Dur op. 40 Nr. 1, es folgten träumerisch bis zu dramatischsten Steigerungen Ballade F-Dur op. 38 und Scherzo cis-Moll op. 39. Im zweiten Teil waren mit den 24 Préludes op. 28 die Vielfalt der Themen und die Vielseitigkeit der Interpretin besonders zu spüren.
Elfrun Gabriel vollbrachte an diesem Abend eine Leistung, über die das Publikum nur staunen konnte. Sie entließ die begeisterten Zuhörer nach zwei Zugaben eines eher heiteren Chopin beschwingt in die Nacht. Die Sehnsucht aber ist geblieben… (BB)
(Leipziger Volkszeitung 22. Januar 2007)
Sympathisch im
Auftritt, leidenschaftlich im Spiel
. . . . faszinierend
dann, wie ELFRUN GABRIEL das virtuose Cembalospiel von Scarlatti am Flügel
umsetzte - Bravorufe, eher ungewöhnlich . . . .Das Publikum erlebte
sie als eindringliche wie empfindsame Erzählerin.
Chopin ist die
Domäne Gabriels, der derzeit unumstrittenen besten deutschenChopin-Interpretin.
(Thüringer Allgemeine 12. April 2005)
Meisterhaftes in
klanglicher Virtuosität
ELFRUN GABRIEL begeisterte
. . . mit hoher Gestaltungskunst –
Man erlebte eine musizierende Poetin, die inspiriert . . . . da gibt es
wunderbare lyrische Passagen, Belcanto am Klavier, auch geheimnisvolles
. . . und immer wieder die leidenschaftlichen Steigerungen. Die
klangliche Virtuosität der Künstlerin ist ohnehin ein Ereignis
für sich!
(Harzkurier, Göttingen 23. Februar 2005)
Kunst romantischen
Klavierspiels
Klavierabende mit
ELFRUN GABRIEL haben große Anziehungskraft.Ihre immer anspruchsvollen
Programme gleichen oft Ausflügen . . . . um dann bei Chopin wieder
zu Hause zu sein.
Schumanns selten gespielte g-Moll Sonate offenbarte sogleich Elfrun Gabriels
erlesene Gestaltungskunst . . . wie sie jede agogische Wendung mit Leben
erfüllte, wie sie mit singendem Klavierton den Zauber der Romanze
entfaltete und den karnevalistischen Charme des Scherzos gestaltete, war
ein Hörgenuss . . . Liszt Caprice Nr. 17 servierte sie hinreißend
delikat . . . Dann
Chopin - ihre Domäne . . . spielte sie so durchlebt vollendet . .
(Thüringer Landeszeitung , 28. Februar 2005)
Berauschende
Klangreise
". . . . Klavierkonzert der Extraklasse . . . ..
Dass sie leicht in der Lage ist, Klavierwerke von Scarlatti, Liszt, Schostakowitsch
oder Prokofjew mit viel Seele auf die Reise zu schicken, mußte sie
niemand beweisen, was aber die Vielfalt der Künstlerin ein weiteres
Mal unter Beweis stellte . . . Doch ist unüberhörbar, dass sich
die Pianistin bei Chopin mit traumwandlerischer Sicherheit zu bewegen
weiß und nicht nur Tiefen auslotet . . . sondern " Seelenwanderungen"
über die Tastatur unternimmt, die Zuhörer auf gerade direktem
Wege erreichen. . . . ein Glücksfall . . . ."
(SZ, 12. Jan. 2004)
Elfrun Gabriel begeistert mit Liszt und Chopin
" . . . . ein Klavierabend mit besonderem Flair . . . .. das südländische
Flair und der durchsichtige Ton eines Cembalo spiegelten sich in ihrer
ausgewählten Werkinterpretation wider . . . .
Ihre ausgesprochene Vorliebe für das Klavierwerk Chopins - gespielt
mit Charme, dynamischer Differenziertheit und großer Ausdrucksstärke
ließen den emotional berührenden Abend mit viel Beifall ausklingen.
(LVZ, 3. Febr. 2004)
Piano News - Juni 2004
Die Leipziger Pianistin Elfrun Gabriel spielt mit Chopins h-Moll - und
Schumanns g-Moll-Sonate ein Repertoire, das ihr hörbar liegt.
. . . . es gelingt ihr ein duchweg klares, ein in den Stimmen transparentes
Klangbild. Ist die Sonate Chopins bei ihr im Charakter eher dunkel geprägt,
so vermag sie bei Schumann die Vehemenz auszuleuchten, die Zerissenheit
bestens darzustellen . . . . .. Mit dieser Sichtweise zeigt Elfrun Gabriel,
dass sie eine Deutungsschule vertritt . . . fernab von Draufgängertum
und reiner Brillanz, sondern hin zur Tiefendeutung. So sollte man diese
Werke sehen und hören.
(Carsten Dürer)
ELFRUN GABRIEL
meisterlich
.... sie spielt Chopin, natürlich.
Und sie spielt ihn wie angekündigt " von feinsinniger Empfindung
getragen, leidenschaftlich, nahezu schwerelos,
als nur selten zu hörende Interpretation". . . . .
Im gut besuchten Mendelssohn-Saal des Gewandhauses stand auch Manuel de
Falla auf dem Programm.
Und dessen "Andalusische Fantasie" trägt unverkennbar Gabriels
Handschrift . . . .
Zugaben: Chopin, natürlich. Bei ihm ist ELFRUN GABRIEL halt zu Hause.
(LVZ - 18. 10. 04 )
POESIEVOLLER
KLAVIERABEND
Elfrun Gabriel spielte Schumann und Chopin
. . . . sie tauchte
in ihre Welt der Klavierromantik.
Schon allein ihr Auftreten erscheint wie ein Bild der Eleganz und Anmut
. . . . ohne große Gestik.
Im Spiel zeigt sich dann das Bild ihrer Erscheinung.
Bereits im ersten Werk der Sonate von R. Schumann setzt ELFRUN GABRIEL
ihren persönlichen
Akzent in ihr feinsinniges, nahezu schwereloses Spiel. Sie musiziert transparent,
mit wenig Pedal,
selbst bei Fortissimo-Stellen wirkt der Klang licht und schlank.
F. Chopin im zweiten Teil des Abends . . . . . Hier präsentiert sie
emotionsgeladene Spätromantik
ohne schmachtende Allüren, facettenreich . . . . sie weiß geschickt
zwischen lyrischer Poesie und
leidenschaftlicher Kraft auszuloten . . ..
(Passauer Freie Presse - 11. 10. 04)
Chopins Preludes faszinierend interpretiert
Elfrun Gabriel
mit Musik von Debussy, Schumann, Chopin
... war eine Offenbarung.
Chopin ist ihre Domäne, hier spürt man
die totale Identifikation mit der Seele des Werkes. ...
Elfrun Gabriel breitete dieses facettenreiche Kompendium (24 Preludes
op. 28) so hinreißend vor uns aus, als entstünde die Musik
im Moment ihrer Interpretation. ...
Kann man das "Regentropfen-Prelude" ergreifender spielen, die
beklemmende Dämonie des Bach nahen Largos besser erfassen
und das vehemente Schlussallegro mit Bass-Ostinato überzeugender
bewältigen? ...
Mit zauberhaft samtigen Anschlag zelebrierte Elfrun Gabriel (aus
"Images" von Debussy) "Reflets dans l´eau",
im Spiel von Wasser
und Licht Seelisches symbolisierend, und zog in "Poissons d´or"
alle Register perlender Geläufigkeit.
Joachim Devrient - Thüringer Landeszeitung, 18. März 2003
Sturm der Leidenschaft
... Höhepunkt des ersten Programmteils war Manuel de Fallas
"Fantasia baetica", ... als "Erzählung" erscheint
das lange rhapsodische Stück, und Elfrun Gabriel erwies sich als
eindringliche Erzählerin, die ihre Zuhörer mit einer dramatischen
Geschichte bis zur furiosen Schlusspointe in atemloser Spannung hielt.
Jörg Handstein - Donaukurier
Die Musik der Elfrun Gabriel
... klingt genau wie ihr Gang: schwerelos, traumverloren, leicht ...
mit glasklarem Anschlag (Bach) ... von sanftem Schwung freilich und herrlich
geschmeidig klang dann ihr Chopin.
Süddeutsche Zeitung
Elfrun Gabriel ist eine Pianistin des hörenden emotional atmenden
und flexiblen Typus ... jeden Takt, ja beinahe jedes Intervall nachempfindend
- ohne je zu erlahmen. Aufhorchen lässt Gabriels Chopin ...
Klassik heute
Ein schillernder Konzertabend mit Elfrun Gabriel ...
mit bestechender Leichtigkeit und Charme ... mit großem klanglichen
Reichtum ... interpretiert, wobei jede Note eine durchdachte Lautstärke
... enthielt.
(Mendelssohn, Chopin, Debussy) "Centre Press" - Frankreich
... Gabriel setzt sehr persönliche Akzente (Mozart) ... sie trifft
den Stil Chopins auf unverwechselbare Weise.
(Wien, Chopin-Blätter)
... CHOPIN interpretierte
Elfrun Gabriel in herzerobernder Weise ...
"Trouw" - Niederlande
Belebt, schlank, temperamentvoll: Es war rundherum ein "authentischer"
Mozart, den Elfrun Gabriel als Solistin der Münchner Philharmoniker
aufführte.
Mit einer selbstverständlichen spielerischen Anmut ... dynamisierte
sie beherzt ...
Süddeutsche Zeitung
.... die zierliche Elfrun Gabriel griff traumwandlerisch perfekt
in die Tasten, der auch die Gewandhausmusiker applaudierten.
Mendelssohn-Klavierkonzert unter Kurt Masur - MNN Leipzig
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